Schlimmer als „nett“ – ITU WM Cross-Triathlon

O-See-Challenge

Samstag 10:00 im Osten Deutschlands, Start zur ITU Weltmeisterschaft im Crosstriathlon über 1,5km Schwimmen, 36km auf dem Mountainbike und 9 km Trailrun. Und Stephan mittendrin.
Um es vorweg zu nehmen: Das war eines der härtesten Rennen, die ich je gemacht habe.

Es hatte die ganze Nacht hindurch geregnet und die Radstrecke war dementsprechend „aufgeweicht„. Zum Start war es dann aber trocken und die Temperaturen mit 19 Grad sogar „ganz okay„. Das Wasser hatte sogar 21 Grad und damit gab es kein Neoverbot :) Also los:

Mit dem Ergebnis meiner schwachen Auftaktdisziplin war ich dann doch ganz zufrieden, das Training hat sich ausgezahlt – also los auf’s Mountainbike. Da es bereits auf der 2. Schwimmrunde zu Regnen began, war mir dann auf den ersten Metern der Radstrecke etwas kühl, aber es sollte ja gleich Bergan gehen und so wurde es „warm“.

I like big butts ...

I like big butts …

 

Start zur WM

Start zur WM

Die ersten Kilometer gingen „entspannt„, wenn auch bergauf in Richtung Tschechien, dann ging es los: Die Strecke, die ich nur vom Hörensagen und von Videos kannte, ist schon bei guten Bedingungen extrem. Sowohl die Steigungen, aber vor Allem die Abfahrten haben es in sich, bei diesem Wetter: Streckenweise unfahrbar, ich habe mein Rad noch nie so oft und soweit geschoben wie in diesem Rennen, bergan und bergab, hat man einen Fahrer vor sich, der zu früh, oder überhaupt bremst, muss man halt runter und kommt nie wieder in Schwung. Ergebnis von „Dat Janze“: Feste Beine und Arme, der Rücken tut weh und mir war kalt … hatte ich erwähnt, das ich Hunger hatte? Rechts und Links waren die Leute am Reifen flicken oder gaben auf, weil das Rad komplett zerstört war. Die Devise also: „Bloß auf dem Rad bleiben, dann haste schon gewonnen„. Die 2:13h für 36KM sagen alles über die Strecke denk ich.

Konzentration auf der Abfahrt

Konzentration auf der Abfahrt

Geh doch zum Schach, Du Memme !„, könnte man meinen. Naja, das ist halt Cross-Triathlon und genau darum macht man das! Und das mit dem „Aua“ – das „muss so“ !

Nach einer gefühlten Evigkeit auf dem Rad (20 min. länger als ich mit ausgerechnet hatte – naja alle waren 15 – 20 min langsamer an dem Tag) ging es nun „endlich“ auf die Laufstrecke. Mein Ziel Top 10 oder gar Top 5 war schon lange ausser Reichweite.

Nach dem Rennen sagte mir meine Frau „Ich hab doch noch nie so vom Rad kommen sehen„, und das war nicht nur auf die Schlammpackung bezogen, die an diesem Tag jeder gratis bekommen hatte. Tatsächlich war ich froh die Radstrecke überstanden zu haben. Als mir Anja dann den Satz „Hase, lass dir den Spass nicht nehmen“ zurief, dachte ich: „Oh je, was muss ich denn für einen Eindruck machen …“. Okay, Hase! kommt immer gut, aber  „lass dir den Spass nicht nehmen !? “ – das ist echt schlimmer als – „Sieht gut aus!“, was bekanntlich dasnett des Anfeuerns“ ist. Danach kam bisher nur noch „Du schaffst es !“ . Aber jetzt neu:lass dir den Spass nicht nehmen !?„. Wieder was gelernt.

So „motiviert“ ging es auf die Laufstrecke.

Uff!

Die Körpersprache sag Alles!

Der Lauf auf dem anspruchsvollen Trail-Kurs war solide, aber nicht „superschnell“ – weil mir auch der „letzte Punch“ fehlte.

Als 12. und nur 1:30 min (doch viel weniger als ich dachte) von Platz 10 entfernt war ich mehr als froh im Ziel zu sein.

"Papa" war spielen

„Papa“ war spielen

Landschaftlich und organisatorisch war die WM aber ein Hit ! Auch mit dem Ergebnis kann ich eigentlich zufrieden sein, nur die „Entstehung“ war halt etwas „schwierig“  :)

Da geht nix mehr

Da geht nix mehr

Naja aber: „Nach der WM ist vor der WM“ . in diesem Sinne :

 

 

TRAIN ON!

 

 

Stephan

 

 

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