Auslaufen beim Berlin-Marathon

Gute Laufform

Ende September, Berlin-Marathon Zeit.

Wenn wir nicht selbst laufen, sind wir, so wir in Berlin sind, auf jeden Fall an der Strecke.
Im letzten Jahr konnten weder Anja noch ich am 40. Berlin-Marathon teilnehmen. In diesem Jahr sollte das anders sein.

Der Berlin-Marathon sollte der Abschluß einer langen und sehr erfolgreichen Saison werden. Ausserdem waren meine Schwester und mein Schwager mit am Start und auch Christian wollte seine Zeit aus dem Vorjahr verbessern. Ausserdem hatten wir mit Eric einen weiteren Gast bei uns.“ „Full House“ also :)

Die Ziele waren vor dem Start für alle sehr klar definiert:

1. Spass haben
2. Ankommen

Jörg: Beim ersten Marathon gut, wenn möglich unter 4h ins Ziel kommen.

Annette: Nach dem 3:55h Debut aus dem Vorjahr sollte eine Zeit von 3:45h am Ende der 42km stehen.

Christian: Nach den 3:33h von seinem ersten Marathon sollte nun die 3:30h Schallmauer fallen.

Anja: Unsicher wie die „Weltmeisterin“ den sehr anspruchsvollen Kurs von Zofingen muskulär „verdaut“ haben würde und „mechanisch“ doch arg angeschlagen war das Ziel, sollte es denn „gehen“, um die 3:15h laufen.

Stephan: Schon im letzten Jahr war das Ziel Sub-3h. Leider hatte ich es vor Jahresfrist nicht einmal bis zum Start geschafft. Zurück zur alten Trainingsphilosophie und schon stand ich wieder am Start :)

Die Ziele waren also klar und das Wetter war perfekt – es gab also keine Ausreden.

Pre-Race Selfie

Pre-Race Selfie

Es war mein 3. Berlinmarathon nach 1994 und 95. Danach bin ich 2007 noch den Spreewald-Marathon gelaufen – und natürlich die Marathons innerhalb der Ironman-Rennen. Aber so „einzeln“ und auf Bestzeit … *schluck*

Kurz vor 8:45 Uhr standen Anja, Dennis und ich erwartungvoll im Startblock B. Dennis hatte ebebfalls die Sub3-Stunden als Ziel und so wolltem wir dieses Ziel gemeinsam mit der Negative-Split Taktik in Angriff nehmen.

Und Los!

Die ersten Kilometer hieß es „RUHIG„, nur nicht zu schnell, das kommt alles „Hinten“ wieder zurück. Auch wenn es schwer fällt: Es ist die einzig richtige Taktik.

Und so liefen Dennis und ich im „Autopilot Modus“ durch die Strassen Berlins. Ich habe, bis auf Sahra (sie stand wohl LINKS und nicht Rechts :/ ), alle meine Freunde an der Strecke getroffen – danke Ingo für die Cola an dieser Stelle. Einfach super der Berlin-Marathon :)

Erstaunlich locker ging es bei 1:28:23 h an der Halbmarathon-Marke vorbei – Alles im „Soll„. Aber der Marathon geht ja ab Kilometer 32 erst los und lauf Marschtabelle soll ja ab diesem Punkt beschleunigt werden. „Aha!“ „Ist eh schon echt fix“ dachte ich, geht aber alles noch echt gut.

Spass an Bewegung

Spass an Bewegung

Anja ist die erste Hälfte sehr konservativ angegangen (wenn auch nicht unbedingt geplant soo konservativ) und nahm sich noch die Zeit für einen „Tee“ bei Sahra, die beim Halbmarathon stand.

Am Ende sollte man sehen, das dieses Vorgehen sehr gut war !

Bei den Jungs bahnte sich ein kleines „Drama“ an. Dennis erwischte leider keinen guten Tag und musste bei Kilometer 26 das Sub-3h Tempo verlassen. Echt schade, gerne wäre ich noch 16,195 Kilometer weiter mit ihm gelaufen :/

Front double bizeps @km27

Front double bizeps @km27

So wurde es dann kurz vor dem Wilden Eber „einsam„. Noch schnell ein „Posing“ an der Weltraumjogger-Fan-Kurve und weiter.
Die Kilometer kamen und gingen, alles noch super. Dann zwischen Kilometr 34 und 37 war es soweit: Es wurde echt schwer. Marathon halt.

Dann waren es ja „nur“ noch 4 Kilometer bis zum Brandenburger Tor und nur noch 4 Kilometer bis zur 3h Marke, es war also noch alles drin. Dank eines beherzten „Shut up legs! (TM) „ war ich noch zu einem Endspurt in der Lage – ich wollte sicher gehen, das es sich auch wirklich unter 3 Stunden ausgeht.

Die Uhr blieb dann bei 2:59:04 stehen. Geschafft! Das war’s. Ende. Aus. jetzt erstmal PAUSE! Ein großartiges Jahr geht mit einem perfekten Rennen zu Ende. Gut gemacht Stephan !

 

Nun das Warten auf meine Anja. Werden die „Knochen“ halten ? Wird sie es ins Ziel schaffen, und wenn ja, in welcher Zeit ?

Als ich gerade dabei war mich (mal wieder) auseinander zu falten hörte ich nur „Na, ihr Papnasen, habt ihr euch angestrengt oder was?„. „Aha, alles klar “ – ist wohl alles gut :)

Eine wesentlich! schnellere zweite Hälfte brachte Anja dann bis auf 1 Sekunde an ihre Zielzeit heran! Auch für sie also eine neue Bestzeit noch kurz vor Dennis. Super Anja, auch DU darfst jetzt PAUSE machen :)

After Race "Selfie"

After Race „Selfie“

Auch Annette konnte mit 3:46h eine neue Bestzeit verzeichen und Jörg beendet seinen ersten Marathon knapp über 4h. Christian konnte seine alte Bestzeit um 13 min auf 3:20h verbessern – langsam wird es unheimlich :) – riesen Respekt und Glückwunsch an ALLE !

Und nochmals vielen, vielen Dank an alle, die diesen Sonntagslauf zu solch einem schönen Erlebnis gemacht haben

RUN ON! … na okey, jetzt erst einmal nicht ;)

Stephan

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5 Responses to “Auslaufen beim Berlin-Marathon”

  1. Dennis
    9/30/2014 at 10:31 am #

    Sorry nochmal wegen der Cola…..!!!

  2. stephan
    9/30/2014 at 10:34 am #

    @Dennis : Kein Ding :) РDu hattest sie n̦tiger :)

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