The Vervecycling Infocrank has arrived

Infocranks

Training nach Watt. Ich bin ein großer Fan davon! Seit nunmehr 5 Jahren gibt es fast keine Ausfahrt die nicht mit einem Wattmesser stattfindet. Einzige Ausnahmen bisher, mangels Gerät: MTB und im Wettkampf.

Besonders wenn man wie wir wenig Zeit, aber dennoch ambitionierte Ziele hat sollte man sicherstellen, das man die Zeit, die man auf dem Rad verbringt, möglichst optimal nutzt.

Sei es, wie in meinem Fall, der Weg zur Arbeit – hier kann man in relative kurzer Zeit ein sehr gutes Training absolvieren, oder die lange Ausfahrt am Wochenende. In jedem Fall ist es wichtig zu wissen „was man tut„. Der Wattmesser ist hierfür das Werkzug der Wahl.

In einem gesonderten Beitrag werde ich genauer auf das Training mit Wattmesser eingehen.

Wie bereits erwähnt bilden die Fahrten auf dem MTB und dem Wettkampfrad die einzige Ausnahme von der Regel. Der Grund dafür ist die Wahl des Wattmessers und schlicht und ergreifend ein Mangel an Budget für noch ein Gerät am MTB.

In der Vergangenheit waren wir mit nabenbasierten Wattmessern unterwegs. Eine gute Wahl, hat man unterschiedliche Räder – und wir haben so einige. Will man „mal schnell“ den Wattmesser von einem Rad auf das Andere umbauen ist das Hinterrad schnell getauscht. So können wir in allen (Strassen) Rädern Wattmessung haben. Natürlich ist es besonders im Trainings wichtig zu sehen was man tut. Ein Intervall-Trainings ist ohne Wattmessung geradezu unmöglich geworden und auf der Rolle geht ohne die Zahlen und ein Sufferfest-Video eh gar Nix mehr. Nicht das ich nicht in der Lange wäre nach gewühlt zu fahren, aber mit Wattmessung sieht man einfach was man tut und es schult auch das Tempogefühl für den Wettkampftag.

Und da wären wir auch schon beim Thema: Der Wettkampftag. Aufgrund der Tatsache, das man bei der nabenbasierten Lösung fast immer einen Kompromiss bei der Wahl der Nabe (Gewicht) und der Felge (Aero?) eingehen muss, ist es nicht immer möglich / wünschenswert das Trainingslaufrad im Wettkampf zu fahren. Nicht das Anja auch mit dem Trainingslaufrad deutsche Meisterin geworden ist , aber das ist ein anderes Thema :)

Im Rennen gibt es sowieso nur eine Geschwindigkeit: „Full Gas!„. Für die Rennen über die kurzen Distanzen ist das auch richtig. Für die Langen Rennen wäre es natürlich schon schön, könnte man mal „ab und zu“ sehen „was man tut„. Da ich aber auch der Meinung bin, das sich 280 Watt am Wettkampftag „anders“ anfühlen „können“ als im Training, kann einen der ständige Blick auf das Display auch bremsen.

Aber nicht zuletzt der „Vollständigkeit halber“ ist es gut zu sehen wie die Leistung im Rennen ist. Aus diesem Grund wurden auch einige Wettkämpfe mit dem „sub-optimalen“ Trainings-Setup absolviert. Die Ergebnisse sind bekannt :)

Auf Grund der unterschiedlichen Innenlager-Konfigurationen unserer Räder (BSA und BB30) fiel unsere Wahl bisher nicht auf ein Kurbelbasiertes Wattmessysstem – und Adapter sind einfach Mist.

Innenlagerauswahl

Innenlagerauswahl

Durch die Unterstützung von Vervecycling sind wir nun dankenswerter Weise in der Lage die neuen Infocranks wirklich an Allen Räder zu fahren.

Die Infocranks haben eine 30mm Achse. Es werden Innenlager für alle gängigen Maße ausgeliefert, was den Austausch der Kurbel mit nur einer Schraube ermöglicht – ein Video hierzu folgt.

Das ist aber bei weitem nicht das Hauptnterscheidungsmerkmal der Kurbeln, sondern eher ein sehr nützlicher Nebeneffekt. Die Infocranks wurden spezifisch für den Zweck der Wattmessung gebaut. Alle anderen kurbenbasiserten Systeme werden zusätzlich an bereits vorhandene Kurbeln gebaut. Eine wirklich 100% – naja 99% Messung der Leistung ist so nicht Möglich. Die Infocranks messen ausserdem die Leistung von rechtem und linken Bein unabhängig.

Infocranks installed

Infocranks installed

Das Gewicht der Kurbeln im vergleich zu meinen SRAM Red Kurbeln beträgt gerade mal 85 Gramm inkl. Innenlager. Im Vergleich zu 450 Gramm bei der nabenbasierten Lösung ein sehr guter Wert.

Auf Grund der Konstruktion der Kurbeln und der Positionierung der Dehnmessstreifen kommen die Infocranks komplett ohne Rekalibierung aus.

Jetzt mag man sagen: „Solange die Abweisung immer die Selbe ist, kann man doch auch danach trainieren„. Stimmt, wenn es dan so wäre, Auf Grund von Druck, Temperatur, Feuchtigkeit und der Position im Rad (Schnellspanner) ist zwar die Abweichung der Werte immer die gleiche, die absolut gemessene Leistung aber eine Andere.

Wir sind bisher auch immer gut mit diesen Abweichungen gefahren, aber wenn man es genauer haben kann, warum nicht ? Und ob man nun 300 oder 315 Watt tritt ist dann doch „deutlich spürbar„.

Gerade auf der Rolle weichen die Werte doch stark von denen auf der Strasse ab.

Die Infocranks werden zusammen mit Praxis-Works Kettenblättern wahlweise in Compact (50×34), Professional Compact (52×36) oder Standard (53×39) geliefert. Die Kurbellängen reichen von 170mm – 175mm. Ebenfalls mit in der Packung ist ein O-Synce navi2coach GPS-Tacho.

Die Installation der Kurbeln ist, dank des mitgelieferten Werkzeugs, erschreckend einfach, sowohl für das BSA als auch für das BB30 Tretlager. Noch die beiden Magnete für die Trittfrequenz (Wahlweise als Ring an de Lagerschale oder geklebt unter dem Tretlager) angebracht und es kann losgehen. Das Koppeln mit dem Garmin klappt sofort, Kalibierung entfällt wie gesagt :)

Batterien

Batteriewechel leicht gemacht

Die Kurbeln machen einen Sehr guten Eindruck und man darf auf die ersten Testergebnisse im 1 zu 1 Vergleich mit der Powertapnabe gespannt sein gespannt sein.

Ganz Vorne auf dem Rad

Ganz Vorne auf dem Rad

Im Wettkampfeinsatz hat sich die Kurbeln auf jeden Fall schon mal bewährt :) Dank der Infocranks konnte ich auf den 150 Radkilometers des Powerman Zofingen eine sehr gute und ausgeglichenen Radspilt fahren.

Detaillierte Tests folgen

 

Stay tuned …

 

Stephan

 

 

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