Ironman 70.3 Mallorca – Ein Wandertag

Es sollte mien erster Saisonhöhepunkt werden. Während in Deutschland die Triathlonsaison noch nicht einmal begonnen hat, waren Anja und ich mit dem Sport-Outlet Team auf Mallorca schon am Start unserer 2. Mitteldistanz des Jahres.

Der Ironman70.3 Mallorca mit Start und Ziel in der Bucht von Alcudia war ein fantasitsches Rennen.

Das Schwimmen im flachen Wasser verging wie im Flug. Auf der Radstrecke hieß es dann „Vollgas“ bis zum Anstieg hinauf zum Kloster Lluc war die Zahl auf dem Tacho nie kleiner als 44.
Ratz-Fatz“ war man oben an der Tankstelle und konnte sich im freien Fall Richtung Inca fallen lassen. Merke : „Carbonfelgen bremsen NICHT !„.

Auf den verbleibenden 40 km bis zur 2. Wechselzone hieß es dann wieder „Speed“ – Das Zeitfahrrad war definitiv die richtige Wahl.
Nach 2:29h auf dem Rad konnte ich mein Rad abstellen und an einer guten Position liegend auf den abschließenden Halbmarathon gehen.

Mein Ziel war es in de Altersklasse unter die TOP 20 – besser noch TOP 10 – zu kommen. Bis km 15 sah auch Alles noch so aus, als würde dieser Plan voll aufgehen.

ABER: Ich wusste es ja schon vorher. Das Schienbein war angeschlagen. Und das nicht zu knapp. Ich hatte in der letzten Woche komplett auf Lauftraining verzichtet in der Hoffnung, das diese Woche ausreichen würde das Gröbste in den den Griff zu bekommen. Hat natürlich nicht geklappt – war ja klar und kam auch nicht überraschend.

So kam es, das ich meinen neu gewonnenen „Lauffreund“ Andi aus Trier (hat echt Spass gemacht und war eine gute Pace – DANKE !) bei km 16 ziehen lassen und mich mit sehr großen Schmerzen über die letzten 5 ins Ziel quälen musste :(

Mein Ziel (die TOP 20) habe ich micht Platz 29 natürlich deutlich verfehlt – und alle, die ich auf dem Rad und auf den ersten 16 km überholt hatte liefen auf der letzten Rund an mir vorbei.
Ich schätze sowas passiert, wenn man die Zeichen nur lang genug ignoriert :/

Mit der Leistung an sich bin ich sehr zufireden. Eine für meine Verhältnisse top Schwimmzeit (ich glaube gar Bestzeit), eine gute Performance auf dem Rad und beim Laufen habe ich mich bis die Schmerzen einsetzten auch TOP gefühlt.

Leider konnte ich mich ab km 16 auf Grund der Schmerzen gar nicht mehr richtig belasten.

Jetzt ist Schluss. Aus. Ende. Pause !

Die Schmerzen sind so stark, das ich es nicht mal in vertretbarer Zeit von der Couch auf Klo schaffe.
Jetzt hilft nur noch eins : NIX TUN ! Also NICHT LAUFEN !

Unabhängig von meinem persönlichen „Schicksal“ war der Trip nach Mallorca aber ein voller Erfolg.

Unsere beiden Damen, Marina und Anja, haben das Frauenrennen gerockt und sind beide in ihrer Altersklasse 2. geworden. Glückwunsch !!

Auch das Rennen war Top organisiert ! Super Strecken (naja die Laufrunde an der Standpromenade war halt auch Gift für mein Schienbein) Verfplegung top und auch vom Wechsel hat man hier echt viel für’s Geld bekommen. Vom Schwimmausstieg bis zum Rad waren es mal locker 700m :)

Wenn’s geht sind wir hier sicher nochmal am Start.

Danke auch an Sunny, Anja, Marina, Markus und Nils für den schönen „Ausflug“ und die Unterkunft.

RACE ON (hoffentlich)

Stephan

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6 Responses to “Ironman 70.3 Mallorca – Ein Wandertag”

  1. Mona
    5/16/2011 at 6:36 am #

    Klingt trotzdem nach ner tollen Leistung. Das ganze noch zu Ende zu laufen trotz der Schmerzen, RESPEKT !! Jetzt schon dich aber echt ! Gute Besserung ! Lass mal den Chef ordentlich auf dem Schienbein rumschnurren, soll ja bekanntlich gut zur Heilung beitragen, von wegen persönliches Ultraschallgerät ;-)

  2. Lutz E.
    5/16/2011 at 7:40 am #

    Trotzdem Top-Leistung ! … Glückwunsch ! … aber jetzt schön aufgepasst, dass auf dem langen beschwerlichen Weg aufs Klo nichts in die Hose geht ;-) …

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